Balanceakt Berufswahl. Ein Ratgeber.

Einleitung

Sicher wissen Sie schon einiges über die Berufswahl. Aber niemand kann alle Berufe kennen. Verschaffen Sie sich darum einen Überblick über die Berufswelt und sammeln Sie möglichst viele Informationen.

Hier ein paar Tipps:

  • Studieren Sie Berufswahlbroschüren und Berufswahlunterlagen
  • Erkundigen Sie sich über die verschiedenen Berufe. Zum Beispiel im Lehrstellennachweis LENA, berufsberatung.ch
  • Besuchen Sie Berufsmessen und Gewerbeausstellungen (die Berufsmesse Zürich findet jeweils im November statt)
  • Machen Sie Betriebsbesichtigungen – die meisten freuen sich über Interesse an ihrem Betrieb
  • Sprechen Sie mit Berufsleuten
  • Befragen Sie Freunde und Bekannte zu ihren Erfahrungen im Beruf
  • Idealerweise können Ihnen auch Ihre Eltern bei der konkreten Lehrestellensuche im Internet helfen


Berufsfindung

Welche Berufe passen?

Es gibt grundsächlich vier Faktoren, die bei der Berufswahl zu berücksichtigen sind:

  • Persönlichkeit
  • Ressourcen (Zeit, finanzielle Möglichkeiten)
  • Wünsche und Vorstellungen
  • schulische Voraussetzungen

Stärken, Fähigkeiten und Interessen zeigen sich in der Schule, im Alltag, in der Freizeit, unter Freunden und in der Familie. Diese zu erkennen, kann sehr hilfreich sein. Lassen sich Stärken, Fähigkeiten und Interessen mit dem gefundenen Beruf kombinieren, passen Persönlichkeit und Beruf zusammen. Für gewisse Berufe wird ein Sek A-Abschluss vorausgesetzt.

Hilfe bei der Suche nach einem passenden Beruf findest Sie im Berufswahl-Kompass bei yousty.ch

TIPP: In nur 12 Monaten kann mit einem Sek B-Abschluss der Sek A-Abschluss nachgeholt werden. Die Juventus Maturitätsschule bietet diese Möglichkeit.

Schnuppern

Um herauszufinden, welche Berufe wirklich passen, braucht es den Einblick in die angestrebte Berufswelt.

Schnuppern ist das A und O, um eine Entscheidung fällen zu können. Dabei ist es wichtig, zu unterscheiden zwischen den Eindrücken in Bezug auf das Betriebsklima und den Eindrücken in Bezug auf die Tätigkeit selbst. Es nützt nichts, wenn die aufgestellte Atmosphäre in einer Firma beeindruckt, aber die Arbeit keine Freude bereitet – genauso umgekehrt: Scheint die Ausbildung interessant zu werden, aber der menschliche Umgang ist unfreundlich, kann dies über kurz oder lang zum Lehrabbruch führen.

Wichtig ist, mehrmals zu schnuppern, wenn noch nicht klar ist, wohin der Weg führt. Erst dann kann man vergleichen und entscheiden, wenn alle Informationen und Erfahrungen verdichtet sind.

TIPP: Die Juventus Wirtschaftsschule bietet Schnuppertage im kaufmännischen Bereich an.

Bewerbungsdossier

Das Bewerbungsdossier

Dem Bewerbungsdossier ist besondere Beachtung zu schenken, denn es sagt viel über den Bewerber aus, ist quasi die Visitenkarte. Da der erste Eindruck entscheidend ist, soll das Bewerbungsdossier ein möglichst vorteilhaftes Bild der sich bewerbenden Persönlichkeit wiedergeben.

Ein sauber verfasstes, vollständiges Bewerbungsdossier enthält in einem ansprechenden, neuen Mäppchen:

  • ein Bewerbungsschreiben
  • einen Lebenslauf (CV)
  • ein aktuelles Foto (im CV integriert)
  • Zeugniskopien
  • Kopien von Diplomen und Referenzen

TIPP: Das Dossier darf durchaus mit einem persönlichen Deckblatt beginnen, welches im Stil dem Dossier entspricht und zur Persönlichkeit des Bewerbers passt.

Das Bewerbungschreiben

Zeig mit deinem Bewerbungsschreiben, was du draufhast, wer du bist und warum du diese Lehrstelle unbedingt möchtest. Aber übertreib es nicht. Überleg dir Satz für Satz ganz genau. Denn beim Bewerbungsschreiben zählt jedes Wort. Achte darauf, dass du keine Rechtschreibfehler machst. Und lass dein Bewerbungsschreiben von jemand weiterem korrekturlesen.

Was gehört alles in ein Bewerbungsschreiben?

Die Motivation

  • Warum möchte ich genau diesen Beruf erlernen, was bedeutet er für mich?
  • Was weiss ich bereits über diesen Beruf (Berufskenntnisse, Anforderungen)?
  • Wie resp. durch wen oder was habe ich diesen Beruf kennengelernt?
  • Warum möchte ich die Ausbildung in diesem Unternehmen absolvieren?

Informationen zur eigenen Person

Verfasse diese Infos ausführlicher als im Lebenslauf. Denn es ist für einen potenziellen Arbeitgeber interessant, zu erfahren, welches deine Stärken und Interessen sind.

  • Aktuelle Situation, warum bin ich auf Lehrstellensuche?
  • Was bringe ich mit – welches sind meine Stärken und Besonderheiten?
  • Welches sind meine Freizeitbeschäftigungen und Hobbys?

Auch wenn nur im weitesten Sinne von Bedeutung, ist es für den Lehrbetrieb trotzdem interessant, wie du am liebsten die Freizeit verbringst und was dich im Leben interessiert und begeistert.

Was sind deine Vorstellungen und Wünsche in Bezug auf die Lehre und den Beruf?

  • Welches ist dein Berufsziel und was verbindet dich damit?
  • Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist sauber, übersichtlich und immer aktuell. Wähle darum eine tabellarische Darstellung, die du persönlich gestalten kannst. Gefüllt wird der Lebenslauf mit:

  • Personalien (Vorname, Familienname,
    Adresse, Telefon- und Mobilenummer,
    E-Mail-Adresse)
  • Geburtsdatum
  • Nationalität
  • Angaben zu Familienangehörigen
  • Schulbildung ab 1. Primarschule
  • Praktika
  • gemachten Schnupperlehren mit Berufsbezeichnung und Firma
  • schon absolvierten Ausbildungen oder Lehrabbruch
  • Sprachkenntnissen
  • speziellen Interessensgebieten
  • Stärken
  • Referenzen

Der Inhalt deines Lebenslaufes beschränkt sich aufs Wesentliche. Weitere Auskünfte von dir erhält die Ausbildungsfirma dann beim Vorstellungsgespräch.

TIPP: Weitere Informationen zur Berufswahl und Mustervorlagen für das Bewerbungsdossier stellt dir die Juventus Wirtschaftsschule kostenlos zur Verfügung.

Die Beilagen

Nebst Deckblatt, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf werden dem Bewerbungsdossier verschiedene Kopien beigelegt, und zwar, wenn vorhanden:

  • Schulzeugnisse ab 1. Oberstufe
  • Bestätigungen von Schnupperlehren
  • Stellwerktest
  • sonstige Zertifikate (z. B. von Sprachkursen)
  • Resultat der BMS-Aufnahmeprüfung
  • Auswertung basic-check oder Multicheck

TIPP: Der basic-check kann auch in der Juventus Wirtschaftsschule gemacht werden.

Bewerbungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch

Beim Vorstellungsgespräch geht es darum, dass der Betrieb den/die Bewerber/-in kennenlernt. Gleichzeitig bietet es die Gelegenheit, den künftigen Berufsbildner von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. Eine gute Vorbereitung auf dieses Gespräch verleiht Selbstvertrauen. Daher ist es wichtig, dass man sich im Voraus gut über den Betrieb informiert. Hier noch ein paar weitere Hinweise für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch:

  • Unbedingt ausreichend Zeit für die Anreise einrechnen! Für alle Fälle die Telefonnummer notieren, damit der Betrieb kontaktiert werden kann, wenn etwas dazwischenkommt.
  • Der erste Eindruck zählt! Ein fester Händedruck, Blickkontakt und ein freundliches Lächeln sorgen für eine gute Atmosphäre.
  • Den Gesprächspartner mit Namen ansprechen.
  • Fragen zum Betrieb und zur Lehrstelle im Voraus notieren.
  • Interesse zeigen, aufmerksam zuhören, Notizen machen, Fragen stellen.

Weitere Informationen zum Vorstellungsgespräch und Checklisten finden Sie auch auf Jobs.ch

Tipps und Checklisten gibt es auch auf der Website unserer Lernenden

Logo Juventus Maturitaetsschule

Infoabende Juventus Maturitätsschule

Unsere Infoabende starten jeweils um 18.30 Uhr an der Lagerstrasse 45 in 8004 Zürich. Hier finden Sie die genauen Daten der Infoabende.

Logo Juventus Wirtschaftsschule

Infoabende Juventus Wirtschaftsschule

Unsere Infoabende starten jeweils um 18.30 Uhr an der Lagerstrasse 45 in 8004 Zürich. Hier finden Sie die genauen Daten der Infoabende.

Logo Juventus Schule für Medizin

Infoabende Juventus Schule für Medizin

Unsere Infoabende zur Ausbildung Medizinische Praxisassistentin (MPA) starten jeweils um 18.30 Uhr an der Lagerstrasse 1 in 8004 Zürich. Hier finden Sie die genauen Daten der Infoabende.

Für Informationen zur Tiermedizinischen Praxisassistentin (TPA) wenden Sie sich an die Berufsberatung Ihres Wohnkantons.

Lernende für Lernende

Die KV Highschool Klasse THM 1308 hat im vergangenen Jahr das Praktikum während der KV Ausbildung in einem Betrieb absolviert. Die Klasse des 6. Semester steht kurz vor der Berufsmaturitätsprüfung und hat sich während einer Praktikumswoche mit dem Thema Bewerbung und Berufswahl beschäftigt. Das Resultat ist eine Website mit den Erfahrungen unserer Lernenden, welche diese gerne weitergeben.

Website von Lernenden für Lernende