Kalaschnikow aus dem 3D-Drucker

Selbst vor Lebensmitteln wird nicht halt gemacht. Vielleicht druckt bald mal jeder aus Jux eine Füdlibacken-Torte aus richtigem Kuchenteig aus. Es gibt praktisch nichts, was man mit einem 3D-Drucker nicht drucken könnte, so auch vollautomatische Maschinengewehre.

Das Lernfestival an den Juventus Schulen hat am Freitagabend begonnen und geht noch bis Samstagabend. Also noch genügend Zeit, von den vielen kostenlosen Angeboten zu profitieren. Lest hierzu auch die anderen Berichte auf Juvenews.

Gleich nach der Eröffnungsfeier präsentierte Markus Kohlhaupt, Lehrer an der Technikerschule HF Zürich, voller Begeisterung einen 3D-Printer, der vom Verein Open Source an Schule grosszügigerweise zur Verfügung gestellt wurde. Dieser wurde von Moritz Keller selbst aufgebaut, programmiert und kalibriert. In einer spannenden Präsentation laden die angehenden Techniker HF Vorlagen von Websites wie www.thingeverse.com herunter, bearbeiten sie und im 3D-Drucker ensteht das fertige Modell. Mittlerweile existieren umfangreiche Sammlungen von 3D-Druckvorlagen, welche auch ohne weitere Bearbeitung ausgedruckt werden können. Wenn du auch dein eigenes Ding machen willst, aber keinen eigenen 3D-Printer hast, dann kannst du dich in einem Fab Lab in der Stadt für die Dauer des Ausdruck einquartieren, zum Beispiel hier http://zurich.fablab.ch/taxonomy/term/36.

Im Moment gibt es zwei Strömungen. Die einen nutzen diese Technologie bereits gewinnbringend in ihren eigenen Unternehmungen und produzieren mit einem Klick rentable Objekte; die andere Richtung sind die Tüftler, die weiterhin an Umsetzungsformen und Lösungen für Replikationen verschiedenster Art herumbasteln. So kann es durchaus sein, dass wir zukünftig unsere Lebensmittel nicht mehr im Supermarkt einkaufen, sondern zuhause einen Replikator besitzen und nach guter Raumschiff Enterprise-Manier per Knopfdruck unseren 4-Gänger servieren können. Printwein inklusive.

 

Beispiele von 3D-Ausdrucken