Traumberuf oder Klischee? Eine tierisch vielfältige Ausbildung zeigt sich aus der Nähe

Es gibt einiges zu sehen aus dem Berufsalltag in einer Tierarztpraxis, oder wie im Falle von Deborah Giger, dem Tierspital Zürich. Wie in der Humanmedizin hat die Tiermedizin in den letzten Jahren immense Fortschritte gemacht und Spitzenmedizin wie MRI oder CT werden an Tieren von Pferd bis Hamster erfolgreich angewendet.
Deborah Giger strahlt, wenn sie aus ihrem Arbeitsleben erzählt. Von hochkomplexen Operationen und kleinen Beinbrüchen, vom altersschwachen Haustier und der kranken Kuh. Traumberuf? Ganz klar, Traumberuf! Stephanie von Burg arbeitet in einer „normalen“ Tierarztpraxis in Stäfa und sieht das sehr ähnlich. „Ich wollte schon als kleines Kind immer etwas mit Tieren machen. Als ich älter wurde und sich mir die Frage nach einem Lehrberuf stellte, wollte ich mir das aber zuerst genauer ansehen“. So empfiehlt sie jedem, der sich für die Ausbildung interessiert, auch unbedingt vorher eine Schnupperlehre zu machen. Eine wichtige Erkenntnis daraus war für sie, dass die Freude am Umgang mit Menschen genauso wichtig wie der mit den Tieren ist. „Es sind  meist die Frauchen und Herrchen, nicht die Tiere, die uns an den Anschlag bringen“.  Beim Thema Haustier wird der Mensch sehr emotional und leider gehört auch das Einschläfern von Tieren manchmal zu den Aufgaben eines Tierarztes, die eine TPA begleiten muss.
Die Highlights des Berufs sind dann aber auf der anderen Seite, wenn man in manchmal dramatischen Operationen ein Tiere aus kritischen Situationen retten kann, wenn nach verlorenem Puls und Herzschlag wieder Leben  in den kleinen Körper zurückkehrt. „Auch diese Augenblicke machen TPA zu einem absoluten Traumberuf“ erzählt Stephanie von Burg mit glänzenden Augen. Wir glauben es ihr aufs Wort!