Lebendige Vielfalt und innovative Technik unter einem modernen Dach

Bild Grundsteinlegung-Europaallee-Juventus

„Der Zukunft Raum geben.“ Unter diesem Motto fand am 14. Januar 2015 die Grundsteinlegung für den künftigen Hauptsitz der Juventus in der Europaallee statt. In verschiedenen Reden erhielten die Besucher einen Einblick in das Bauvorhaben und einen Ausblick auf die lebendige Vielfalt, die in diesem Meisterwerk moderner Baukunst entstehen wird. Den Abschluss machte ein Apéro riche.

 Die SBB Immobilien hatten eingeladen und die Gäste waren zahlreich erschienen: Trotz strömendem Regen begrüsste Rolf-Werner Wirtz als Gesamtprojektleiter die künftigen Mieter der Lagerstrasse 119 mit optimistischen Worten: „Das Bauprojekt war kein Schönwetterprojekt, sondern ein Vorhaben, das alle Beteiligten vor Herausforderungen gestellt hat. Zum Glück haben wir alle am gleichen Strang gezogen, so dass wir stetig vorankamen. Nun freuen wir uns auf ein tolles Ergebnis, bei dem das Ganze mehr als seine einzelnen Teile ist.“

Mit dem Grundstein tritt das Bauprojekt in der Europaallee in eine neue Phase. Bislang sah man vor Ort nur einen grossen rechteckigen Aushub und ein ebensolches Fundament. Nun wächst in die Höhe und wird sichtbar, was vorher auf dem Reissbrett, mit Zeichnungen und durch Modelle entworfen worden ist. Entstehen soll auf dem heutigen Baufeld H11 eines der modernsten Häuser der Schweiz, wenn nicht sogar in Europa. Der hier umgesetzte Minergie-P-Standard ist darauf ausgerichtet, den Energieverbrauch möglichst gering zu halten. Dies wird unter anderem durch Umwandlung von Abwärme in brauchbare Energie erreicht. Die Bauherrschaft brachte bei diesem Projekt Ökologie und Nachhaltigkeit unter ein modernes Dach.

Um die Minergie-Standards zu erfüllen, mussten alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, von der Gebäudeisolierung über die Gebäudegestaltung bis hin zur Technik. Andreas Steiger von den SBB Immobilien bedankte sich deshalb auch bei allen: „Es war wie beim Mannschaftssport: Zu Gunsten des Teams haben sich alle zurückgenommen. So haben wir mehr erreicht, als wenn jeder alleine gebaut hätte. Nur so kann ein Projekt von dieser Tragweite klappen.“

In der Europaalle sollen künftig Büroräume, Mietwohnungen, ein Hotel, ein Kino, ein Restaurant sowie – mit der Juventus Gruppe – eine renommierte Bildungsinstitution unter einem Dach vereint sein. Raffael Brogna, Mitglied der Konzernleitung Priora Holding AG, beschrieb das, was durch diese Vielfalt entsteht, mit dem Motto seiner Firma: „Der Zukunft Raum geben.“

Auch die Juventus Gruppe wird diese Zukunft mitgestalten und ihren Raum im entstehenden Gebäude in der Europaallee beziehen. Vor dreieinhalb Jahren hatte Matthias Rüegg, Direktor der Juventus Gruppe, den ersten Kontakt mit dem Bauherrn, der SBB. Trotz vieler Höhen und Tiefen, die ein solches Bauvorhaben mit sich bringt, konnten alle Herausforderungen mit viel Einsatz und nicht versiegendem Humor gemeistert werden. In seiner Rede blickt Matthias Rüegg freudig nach vorne: „2017 bezieht die Juventus das neue Hauptgebäude, 2018 feiert sie ihr hundertjähriges Bestehen – das wird Anlass für ein grosses Fest sein.“

Besonders angetan war Matthias Rüegg von der innovativen Technik: „Das Gebäude ist eine High-Tech-Maschine, die jedes Quäntchen Abwärme in brauchbare Energie umwandelt. Diese Innovation passt zu Juventus, vor allem auch zur Technikerschule.“ Auch für ein optimales Klima mit ausreichendem Sauerstoffaustausch sei dank moderner Anlagen gesorgt. Erfolgreichem Studieren stehe also nichts mehr im Wege, war Stephan Ogg, Projektleiter der Juventus, überzeugt, als er mit einem Augenzwinkern sagte: „Schlechte Luft kann also nicht als Ausrede für schlechte Noten angeführt werden.“

Eine Grundsteinlegung ist ein symbolischer Akt. Im übertragenen Sinn steht der Grundstein für die Basis, den Grund, auf dem das Haus aufgebaut wird. Neben dem materiellen Grund wollte man auch eine ideelle Basis schaffen. Alle künftigen Mieter wurden aufgefordert, einen persönlichen Gegenstand, ein Zeitzeugnis oder einen Glücksbringer in einer Kassette zu platzieren, die danach in den Grundstein gelegt wurde. Auf diese Weise füllte sich die Kassette mit Münzen, Tageszeitungen, einer Filmrolle und ähnlich Symbolträchtigem. Bei der Juventus stand deren langjährige Geschichte Pate für die Einlage im Grundstein. Die Bildungsinstitution wollte ihren Werdegang in den Bau ihres neuen Hauptgebäudes einbringen und legte Dokumente aus der Gründungs- und Nachkriegszeit in die Kassette.

Nach all den Reden und symbolischen Gesten machte ein Apéro riche den Abschluss. An Gesprächsstoff mangelte es den künftigen Nachbarn nicht. Alle blickten freudig auf die entstehende lebendige Vielfalt.