Wenn Lernende plötzlich gut werden…

Françoise Hochreuter mag am meisten die französische Literatur des 18. Jahrhunderts. Diese ist aber besonders schwierig, weshalb sie mit den Schulklassen viele moderne Texte liest – auch aus den französisch sprechenden Staaten Afrikas oder aus Kanada.

Dass Französisch nicht unbedingt das Lieblingsfach der Lernenden ist, ist ihr bewusst, aber auch eine Herausforderung für sie. Deshalb versucht sie den Unterricht so vielseitig wie möglich zu gestalten – was bei den Schülerinnen und Schüler offenbar sehr gut ankommt: Kürzlich durfte eine Klasse den Film «Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?» (Monsieur Claude und seine Töchter) schauen und danach eine Filmkritik schreiben. Letzte Woche war Madame Hochreuter mit einer anderen Klasse im Landesmuseum.

Grammatik muss halt auch immer sein, wenn man aber trockenere Themen wie die Verbendeklination mit praktischeren Aktivitäten wie eben einem Besuch an der Fotoausstellung Arbeit. Fotografien 1860 – 2015 abwechselt, dann kann das Lernen auch Spass machen.

«Lehrpersonen reklamieren viel», gibt Françoise Hochreuter zu, aber sie sei mit ihrem Job immer noch sehr zufrieden. «Ich umgebe mich gern mit jungen Leuten! Und was mir am meisten Freude macht, ist, wenn Lernende plötzlich gut werden. Das kommt immer wieder vor: Vielleicht haben sie am Anfang Mühe, strengen sich dann aber an und irgendwann kommen sie wirklich in Schwung. Das mitverfolgen zu dürfen, ist für mich eine riesige Erfüllung!».