100 Mal besser?

An den Juventus Schulen ist es kein Geheimnis, dass ich ein grosser Musik-Fan bin, der auch gerne und oft an Konzerte geht. Insbesondere in den letzten zwei Jahren besuchte ich zahlreiche kleinere und grössere Festivals, um im Hinblick auf unsere Hundertjahrfeier wieder den Überblick über das aktuelle nationale Musikschaffen zu gewinnen. Ob in Locarno, Schaffhausen, Uster oder im Hallenstadion – musikalisch geht die Post ab in der Schweiz, wie wohl schon lange nicht mehr!

Das musikalische Nachwuchs-Talent in der Schweiz ist beeindruckend, es füllt Säle und stürmt Hitparaden. Während zu meinen Jugendzeiten kaum von Schweizer Musikern die Rede war, hört man heute am laufenden Band Hit-Songs von jungen Schweizern im Radio. Die Lieder sind heute oft so gut, dass ich mich manchmal selber dabei ertappe, wie ich erstaunt ausrufe: „Was, das Lied kommt aus der Schweiz?!“

Die Juventus Schulen wollen diesen bemerkenswerten Talenten eine Bühne bieten und haben fünf starke Schweizer Acts zu ihrem grossen Jubiläumsfest eingeladen. Zum 100. Geburtstag geben sie für uns mehr als 100 Prozent. Eine kleine Vorstellungsrunde.

 

Lo & Leduc – Die Überflieger

Best Group, Best Live Act, Best Talent: Einen Preis nach dem anderen räumte das Berner Mundart-Popduo Lo & Leduc 2015 an den Swiss Music Awards ab. Das hat vor ihnen nur Rapper Stress geschafft. Auch dieses Jahr wieder waren die beiden in den Kategorien „Best Hit“ und „Best Group“ für den begehrten Swiss Music Award nominiert. Doch wer steckt eigentlich hinter Lo & Leduc?

Luc Oggier und Lorenz Häberli lernten sich beim Berner Mundart-Ensemble Pacomé kennen. Damals haben beide noch Germanistik und Geschichte studiert. Sie waren voller Tatendrang und hatten so viele Songideen, dass sie unabhängig vom Ensemble auch eigene Alben veröffentlichten. Bald schon wurde Produzent Dodo auf sie aufmerksam, der schon mit Steff la Cheffe erfolgreich zusammengearbeitet hatte.

Ihren Durchbruch hatten sie 2014 mit dem Album „Zucker fürs Volk“, das Platin-Status erreichte. Nach Erscheinung im April stieg die Platte sofort auf Platz 3 der Schweizer Charts ein und erreichte eine Woche später mit dem 2. Platz seine Höchstplatzierung. Mit dem Song ‚Jung verdammt‘ schufen sie einen Ohrwurm der Sonderklasse („Und i ha gmeint, dr Tüüfel chäm im Füür und nid im rote Chleid!“). Das Album blieb das ganze Jahr in den Charts und kehrte Anfang 2015 sogar wieder in die Top Ten zurück. Das Duo verspricht garantierte Unterhaltung und Spass für unseren Jubiläumsanlass.

Nick Mellow – Der Träumer

Als Nick Mellow im Sommer 2013 eigenhändig seine Debutsingle „Complete“ samt Videoclip veröffentlichte, stiess der Song landesweit auf positives Echo. Ein Jahr später wurde er beim Nachwuchswettbewerb Demotape Clinic als bester Song in der Kategorie Pop nominiert. Das machte Produzent Lukas Speissegger, mit dem unter anderem Sängerin Sina zusammenarbeitet, auf den Newcomer aufmerksam.

Nick Mellow erzählt in seinen Songs von der Welt aus den Augen eines jungen Träumers. Seine Lieder handeln von Liebe und Selbstzweifel, von Sehnsucht, Hoffnung und Lebenssinn. Natürlich gehört zu einem hübschen Träumer auch eine Gitarre dazu, die er gekonnt einsetzt und mit seiner ausdrucksvollen Stimme zu grossartigen Melodien vereint.

Seine Single „Heartblind“ ist mein Lieblingslied von Nick Mellow. Da bin ich nicht der Einzige: Es erlangte monatelanges Radio-Airplay bei diversen Sendern und wurde von SRF 3 zum „Song vom Tag“ gewählt. Letztes Jahr wurde Nick Mellow mit dem Titel „Pro Argovia Artist 2016/2017“ geehrt.

 

Erfahren Sie im nächsten Blog, wer die drei weiteren Acts sind, welche am 26. Mai an der Lagerstrasse 102 im JuveCampus auftreten werden!

Die Schweizer Newcomer unserer Zeit sind meiner Meinung nach 100 Mal besser als sie es noch vor 30 oder 50 Jahren waren. Nein, finden Sie nicht? Überzeugen Sie sich selbst. Seien Sie am 26. Mai dabei, wenn die Juventus Schulen zusammen mit fünf starken Haupt-Acts ihre 100-jährige Geschichte feiern, an der wir hoffentlich auch noch in den nächsten 100 Jahren zusammen weiterschreiben werden.

 

Mit melodiösen Grüssen

Stephan Ogg

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